„Hör mein Bitten“ von F. Mendelssohn // Requiem von W.A. Mozart

Flyer JMB MozartSamstag, 21. Mai 2016, 20.00 Uhr
ref. Kirchgemeindehaus Münchenstein (Lärchenstrasse 3)

Sonntag, 22. Mai 2016, 17.00 Uhr
Katharinenkirche Laufen/BL

Felix Mendelssohn (1809 – 1847) – Hör mein Bitten
Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791) – Requiem

Chor & Orchester von Juventus Musica Basel

Gabriela Glaus, Sopran
Alexandra Meier, Alt
Timothy Löw, Tenor
Tobias Wurmehl, Bass

Raphael Ilg, Leitung

Im Frühling 2016 dürfen wir uns mit Chor & Orchester von Juventus Musica Basel an eines der wohl bekanntesten Werke aus der Musikgeschichte heranwagen, dem Requiem von W.A. Mozart – in der vervollständigten Fassung von Franz Beyer. Am Europäischen Jugendchorfestival (EJCF) gab es in der Martinskirche ein offenes Singen mit dem Requiem von Mozart. Vielleicht waren auch Sie dabei? Vorgängig studierten Orchester & Chor von JMB und weitere Chöre aus der ganzen Schweiz das Werk ein, um dann allen Mitsingfreudigen am offenen Singen ein gutes Fundament bieten zu können. Es war ein eindrücklicher Anlass und ich möchte an dieser Stelle einen ganz herzlichen Dank an den Chorleiter Christoph Huldi aussprechen. Mit grossem Engagement und viel Freude hat er das Werk mit dem Orchester geduldig geprobt und am offenen Singen in der Martinskirche mit den Chören zusammengeführt. Die Zusammenarbeit war sehr inspirierend und eine tolle Erfahrung für alle Beteiligten.

Dieses EJCF-Engagement ist der Grund, weshalb sich Juventus Musica Basel nun auch an eigenen Konzerten dem Requiem von W.A. Mozart widmet. Vorangestellt wird die wunderbare Hymne „Hör mein Bitten“ von Felix Mendelssohn. Das Werk spricht zu allen Menschen in Not und erinnert sie daran, die Hoffnung auf Gott nicht aufzugeben, auch wenn er mit seiner Hilfe manchmal lange auf sich warten lässt. Mendelssohn lässt uns mit seinen Melodien von einer friedlicheren und gerechteren Welt träumen – „O könnt‘ ich fliegen wie Tauben dahin, weit hinweg vor dem Feinde zu flieh’n“. Dieses kurze Werk voller Hoffnung leitet somit gut über zu Mozarts Requiem, in welchem ebenfalls auf eine schönere Welt gehofft wird: Die ewige Ruhe – „Requiem aeternam“ – die uns der Herr nach dem Tode geben soll.

Wie bereits bei den Aufführungen des Requiems von A. Dvorák (Juventus Musica Basel, April 2013), stellt sich auch beim aktuellen Projekt wieder die Frage, wie denn eine Totenmesse mit einem Verein voller Jugendlicher zusammenpasst. Sicherlich sind wir nicht in einem Alter, in dem man sich seiner eigenen Endlichkeit sehr bewusst ist. Trotzdem ist es interessant, wie sich junge Menschen mit dem Requiem und der damit verbundenen Frage des „Danach“ auseinandersetzen, im Vergleich zu älteren Menschen, bei denen diese Frage eine aktuellere Bedeutung bekommt. Wir haben hier einerseits die Komposition von W.A. Mozart, die uns zeigt, wie er mit dieser Frage und den damit verbundenen Themen umgegangen ist. Andererseits ist da unsere Interpretation, in der wir natürlich die Vorstellungen Mozarts unterstützen, aber auch unsere Intentionen einfliessen lassen wollen. Diese Herausforderung ist für uns sehr interessant, gerade weil ein Requiem inhaltlich viel Interpretationsfreiheit erlaubt – mehr, als z.B. ein Oratorium, in welchem die Handlung oft ziemlich klar vorgegeben ist. Das Requiem-Thema ist etwas Mystisches, es sucht nach einer Antwort, die niemand von uns Lebenden wirklich beantworten kann. So kann jeder seine eigenen Bilder und Vorstellungen entwickeln und dies ist doch das Schönste, was Ausführende und Zuhörende erleben können.

In diesem Sinne nahmen wir uns mit Freuden diesen spannenden Herausforderungen an und schätzen uns sehr glücklich, wenn Sie unser Konzert besuchen werden. Herzlichen Dank, liebe Leserinnen und Leser,  für Ihr Interesse an unserem Verein. Ohne Sie wären solche Projekte nicht möglich.